Die Taufe ist ein einmaliges Erlebnis. Viele wurden schon als Baby getauft und können sich deshalb auch nicht daran erinnern. Umso wertvoller sind die Erinnerungen der Menschen, die bei der eigenen Taufe anwesend waren. Erinnerungen, die nicht geteilt werden, verblassen mit der Zeit bis sie ganz verschwinden.
Als Mutter ist es mir ein besonderes Anliegen, die Erinnerungen an die Taufe meiner Tochter lebendig zu halten. Noch ist sie zu klein, aber es ist nie zu früh, sich darüber Gedanken zu machen.
Bei meinen Überlegungen spielen 3 Kriterien eine wichtige Rolle:
Einfach: keine langen Listen, was man alles zu Hause haben muss, um die Idee umzusetzen.
Wiederholung: es soll möglich sein, die Idee öfters umzusetzen, damit man sich alles nachhaltiger einprägen kann.
Gemeinsam: die Idee soll die Familie zusammenbringen.
Here we go!
Taufe
Sich über die Bedeutung der Taufe bewusst zu werden sollte ganz zu Beginn stehen. Dann werden auch die Bedeutungen der Taufsymbole deutlicher und man kann auf Fragen der Kinder zur Taufe eingehen. Hier eine kurze Zusammenfassung der Tauftheologie:
Fotos
Ich habe schon Taufen erlebt, wo von allen Seiten fotografiert wurde. Oft wird ein Profi angestellt, die schönsten Momente der Taufe festzuhalten. Im Idealfall gibt es sogar ausgedruckte Fotos oder sogar ein Fotobuch. Unabhängig davon, in welcher Form Fotos von der eigenen Taufe oder der Taufe der Kinder zur Hand sind, können diese gemeinsam angeschaut werden. Ganz einfach Buch oder Album holen, PC oder Laptop einschalten und los gehts! Zu jedem Bild gibt es irgendetwas zu erzählen und jeder oder jede wird zu ein und demselben Bild etwas anderes erzählen. So können die Bilder auch mit den Großeltern und anderen Verwandten oder auch mit der Patin oder dem Paten angeschaut werden, ohne dass es langweilig wird. Vielleicht ergibt es sich auch die schönsten Bilder drucken zu lassen oder ein einfaches Fotobuch zu erstellen. Das können auch der Pate oder die Patin mit dem Kind gemeinsam tun.
Kerze
Zur Taufe wurde auch die Taufkerze angezündet. In vielen Fällen wird sie lediglich bei der Erstkommunion oder bei Taufen anderer Kinder in der Familie entzündet. Oft gibt es auch noch eine etwas dickere Tischkerze. Falls es eine solche gibt, kann diese jedes Jahr am Tag der Taufe entzündet werden. Gibt es eine solche Kerze nicht, kann auch jede andere Kerze zur Erinnerung an die Taufe entzündet werden. Für kreative Eltern oder Paten eventuell auch eine Möglichkeit, mit dem Kind eine Kerze zu basteln. Eventuell gibt es ja auch eine Tischkerze für die Vorbereitung auf die Erstkommunion. Bei der Taufe haben wir das Licht Christi erhalten, das wir in die Welt tragen dürfen.
Kleid
Meine Tochter wurde in dem Kleid getauft, in dem ich und alle meine Geschwister getauft wurden. Als Kind war ich schon von diesem Kleid fasziniert und oft ging ich in den Kleiderkasten meiner Mutter und habe es angeschaut. Auch meiner Tochter werde ich es oft zeigen, denn es wäre viel zu schade, all die Erinnerungen die ich damit verbinde nicht zu teilen.
Kreuz
Wir wurden "Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes" getauft und erinnern uns bei jedem Kreuzzeichen an unsere Taufe. So erinnert uns auch jedes Kreuz das wir sehen daran, dass wir in der Taufe mit Christus gestorben und wieder auferstanden sind. In unserem Zuhause hängen mehrere Kreuze und ich muss sagen, dass ich diese nicht immer bewusst wahrnehme. Aber es freut Jesus sicher, wenn wir unseren Blick wieder einmal schärfen und die Kreuze in unserer Umgebung wieder bewusster wahrnehmen. Jedesmal, wenn wir ein Kreuz sehen können wir Jesus danken, dass er für uns gestorben ist und ihn bitten uns zu helfen, unser Kreuz zu tragen.
Weihwasser
Von der Taufe unserer Tochter haben wir geweihtes Wasser in Flaschen abgefüllt. Dieses Weihwasser verwenden wir bei besonderen Anlässen. Weihwasser haben wir immer zu Hause. Meine Großmutter hat uns immer mit Weihwasser gesegnet, wenn wir ihr Haus wieder verlassen haben. Wenn wir es eilig hatten, hat sie es uns "nachgespritzt". In unserer Familie segnen wir uns immer gegenseitig mit Weihwasser und stellen uns somit unter Gottes Schutz. Wir tun das vor allem am Abend vor dem Schlafen gehen, oft auch am Morgen nach dem Aufstehen und immer, wenn wir eine Kirche betreten. Aber auch besondere Anlässe wie Krankheiten oder Reisen geben Anlass, sich und andere mit dem Weihwasser zu bekreuzigen und unter den Segen Gottes zu stellen. Wer kein kleines Becken zu Hause hat, das an die Wand gehängt wird, kann auch einfach eine kleine Schale an einem geeigneten Ort aufstellen.
Tauftag und Namenstag
Geburtstage und andere Jubiläen schreiben wir gerne in unseren Kalender, damit wir sie nicht vergessen. Warum auch nicht die Tauftage und Namenstage unserer Familien eintragen? Die Taufe ist ja unser Geburtstag in ein neues Leben in Christus. Außerdem hat jeder bei der Taufe einen Namenspatron erhalten. Hinter jedem Namen steht ein Heiliger oder eine Heilige, der oder die den gleichen Namen tragen oder eine Abwandlung davon. Sollte nicht klar feststehen, welcher Heilige oder welche Heilige der oder die Namenpatronin ist, so darf man sich das gerne selbst aussuchen. Einfach den Namen recherchieren und schauen, wer aus der Schar der Heiligen in Frage kommt.
Taufkirche
Normalerweise werden Kinder in der Pfarre getauft, in der sie wohnen. Möglicherweise gab es aber eine Ausnahme, einen Umzug oder ähnliches und die Kirche in der die Taufe stattfand befindet sich wo anders. Unabhängig davon wo sich die Kirche befindet ist es doch interessant, an den Ort des Geschehens wieder einmal zurückzukehren. Oder auch in die eigene Pfarre ganz bewusst zu gehen um sich an die Taufe zu erinnern.
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Diese Liste von Ideen zur Erinnerung an die Taufe in der Familie ist nicht erschöpfend. In jeder Familie gibt es viele andere Möglichkeiten auf einfache Art und Weise dieses Sakrament in den Alltag aufzunehmen.
Freitag ist Liber.Tag! Kürzlich habe ich das Buch von Christa Meves "Erziehen lernen. Was Eltern und Erzieher wissen sollten" fertig gelesen. Jetzt möchte ich meinen Eindruck über dieses Buch mit euch teilen.
Über das Buch (abgedruckt auf der Rückseite des Buches):
Dies ist ein hilfreiches, sympathisches Kursbuch der Erziehung, mit großem Verantwortungsbewusstsein und mit menschlichem Engagement geschrieben. Es zeigt, angefangen von den ersten Lebensjahren bis zum Ende des Jugendalters, welche Probleme in den verschiedenen Phasen auftauchen und wie man sie heute erzieherisch lösen kann. Viele Fallbeispiele aus der Beratungspraxis der Autorin erleichtern es, die mitgeteilten Erfahrungen in den eigenen Erziehungsalltag zu übertragen. Am Ende jeden Kapitels ist der angebotene Stoff kurz und prägnant zusammengefasst, sodass man nach diesem Taschenbuch auch unmittelbar wie für eine Prüfung lernen und wiederholen kann. "Erziehen lernen" gilt als ein Hauptwerk der bekannten Uelzener Kinderpsychotherapeutin. Die anschauliche Darstellung, die übersichtliche Gliederung und der handfeste Praxisbezug haben das Buch von Christa Meves zu einem Standardwerk der modernen Pädagogik werden lassen.
Über die Autorin (abgedruckt auf der letzten Seite des Buches S. 295)
Christa Meves kämpft seit über 40 Jahren für die nachwachsenden Kinder und diese brauchen nicht nur für die Geburt, sondern für das Gedeihen eine Mutter. Ihre berufliche Grundlage, selbst Mutter von zwei Töchtern, bildete vor allem ihr Studium der Psyhologie und Pädagogik, das sie 1949 mit dem Staatsexamen abschloss. Sie ergänzte dieses Studium durch eine psychotherapeutische Zusatzausbildung zur Kinder- und Jugendpsychotherapeutin. Seit 1960 arbeitet sie auf diesem Feld in freier Praxis. Viele der bei dieser Arbeit gewonnenen Erfahrungen hielt sie in über 100 Büchern fest, die für unzählige Eltern, Erzieher und Psychotherapeuten eine wichtige Grundlage wurden. (...)
Auf dieses Buch wurde ich zum ersten Mal aufmerksam, als ich vor einigen Jahren das ECCM (Eltern Colleg Christa Meves) besucht hatte und mich damals schon Christa Meves Sichtweise über den Menschen und seine Entwicklung angesprochen hatte. Dieses und noch andere Bücher habe ich mir aber erst gekauft, als ich schwanger wurde und mich das Thema Kindererziehung vermehrt interessiert hat.
Um ganz genau zu sein war ich mit meinem Mann im Frühling auf Familieneinkehrtagen. Dort haben wir eine junge Frau kennen gelernt, die ihren kleinen Sohn dabei hatte. Mein Mann war ganz fasziniert von diesem kleinen, glücklichen Kind, das die Mutter wirklich gut erzogen hatte und sprach die junge Frau an, wie es ihr geglückt sei, das Kind so gut zu erziehen. Sie erzählte uns, dass die Schwangerschaft nicht geplant war und sie das Kind mehr oder weniger allein aufzieht. Da sie noch sehr jung war, suchte sie sich Hilfe und las alle Bücher von Christa Meves. Das hat ihr den Halt und die Sicherheit gegeben, in der Erziehung das Beste zu geben. Ihr Sohn war der beste Beweis für ihren Erfolg.
Das hat mich dann letztendlich dazu bewogen, die Bücher von Christa Meves zu kaufen und zu lesen. Anfänglich habe ich meinem Mann jeden Abend ein bisschen vorgelesen. Nach den ersten 40 Seiten habe ich das dann aber abgebrochen, weil es da dann schon um das ältere Kind ging und ich ja erst schwanger war und für mich deswegen zunächst nur die ersten paar Kapitel wichtig waren. Nach dem Lesen haben wir gemeinsam darüber geredet und diskutiert, wie wir das in unserem Leben umsetzen können und welche Prinzipien wir beide vertreten. Das waren sehr wertvolle Gespräche, die uns viel übereinander gelehrt haben. Oft haben wir dabei vom Gleichen geredet, aber unterschiedlich ausgedrückt - Reden ist in der Ehe so wichtig!
Unsere Tochter kam im Mai zur Welt und im September habe ich angefangen, zu unterrichten. Dort wurde mir wieder bewusst, wie wenig ich doch über Kinder weiß und habe mir das Buch wieder zur Hand genommen und immer dann gelesen, wenn es mir irgendwie möglich war.
Wenn Christa Meves das liest, würde sie mich wahrscheinlich dafür rügen, dass ich nach vier Monten wieder arbeite und mein Kind "alleine" lasse. Nach der Lektüre ihres Buches kann ich das aber durchaus verantworten, da mein Mann in dieser Zeit bei unserer Tochter zu Hause ist und ich nur wenige Stunden am Stück nicht zu Hause bin. Es geht sich sogar aus, dass ich sie immer noch voll stillen kann.
Die Lektüre dieses Buches kann ich allen nur wärmstens Empfehlen, nicht nur jenen, die bereits Kinder haben, sondern auch jenen, die noch keine Kinder haben oder sich im Schulwesen mit Kindern beschäftigen.In meiner Tätigkeit als Religionslehrerin ist vor allem auch die Beziehungsarbeit mit den Kindern von großer Bedeutung.Ich habe jetzt viel mehr Verständnis für die unterschiedlichen Verhaltensweisen meiner Schulkinder und kann so wesentlich besser auf ihre individuellen Bedürfnisse eingehen.
Der wichtigste Satz für mich aus diesem Buch:
Handle so, dass sich dein Kind von dir geliebt fühlt!
Das Buch ist in einem leichten Stil geschrieben und zeugt von der reichen Praxiserfahrung der Autorin. Wenn ich jemanden um Rat in Erziehungsfragen bitte, dann jemanden wie Christa Meves, die so viel Erfahrung in diesem Gebiet hat und bei der man in jedem Satz merkt, wie sehr ihr die Kinder und ihr Wohlergehen am Herzen liegen.