Dienstag, 12. Mai 2020

Maismehl für Uganda - Hilfe die ankommt

In einem dringenden Aufruf haben wir von der Lage in Mbarara in Uganda erzählt und um Spenden gebeten - und wir waren überwältigt von der Hilfsbereitschaft so vieler Menschen!

Ein Teil der zweiten Lieferung - die Säcke wurden absichtlich optisch anders bedruckt als die erste Lieferung, damit die Menschen in Uganda auch wissen, dass die Hilfe aus Tirol/Österreich mehr als einmal gekommen ist.


Pf. Paul Mutume hat von einer Tonne Maismehl geträumt - mittlerweile sind es bereits 3,4 Tonnen Maismehl, die an mehr als 600 Familien verteilt wurden (manche Familien haben bereits zwei Mal Maismehl erhalten).

Die Auslieferung wurde vor Ort privat organisiert - allerdings in enger Zusammenarbeit mit der Regierung, der Polizei und dem Militär.

Während die erste Lieferung über die Regierung organisiert und relativ rasch ausgeliefert wurde, hat Pf. Paul die zweite Lieferung privat organisiert. Dabei mussten aber ebenfalls die Behörden um Erlaubnis gefragt werden. Es hat sich herausgestellt, dass die Regierung zwar versprochen hat zu helfen, die Auslieferung an bedürftige Familien aber sehr zäh und langsam voran geht. So wäre die zweite Lieferung erst eine Woche später den Familien zu Gute gekommen.

Es wurden auch Mopeds und andere Fahrzeuge eingesetzt, um die Lieferung rasch zu den Familien zu bringen.

Ihr könnt euch also sicher sein, dass die Spenden, die wir von euch erhalten haben, direkt und ohne Umwege zu den Familien kommen. Jeder einzelne Cent gelangt ohne Zwischenhalte und sonstige Institutionen direkt in Form von Maismehl auf die Teller der auf Hilfe angewiesenen Familien.

Abstände und Hygienemaßnahmen wurden natürlich eingehalten.



Da uns auch in dieser Zeit Nachhaltigkeit sehr wichtig ist, hat Pf. Paul die Maismehlsäcke so bestellt, dass sie später als Einkaufstaschen von den Familien genutzt werden können. So bleiben die Spender der Maismehlsäcke in ständiger und dankbarer Erinnerung. Dieser Sack wird sicherlich bei keiner Familie im Müll landen.

Pf. Fidelis hilft ebenfalls beim Verteilen der Maismehlsäcke an bedürftige Familien.


Ihr könnt euch der Gebete der Familien für euch und eure Familie sicher sein!

Pf. Paul hat hunderte Fotos zugeschickt bekommen, die dankbare Familien zeigen. Wir können hier nur einige davon teilen. Sie sollen euch zeigen, dass die Hilfe angekommen ist!

Eine Großmutter erhält einen Sack Maismehl für sich und ihre Enkel, deren Eltern schon länger verstorben sind.

Der Lockdown in Uganda soll noch bis mindestens Freitag, den 22. Mai 2020 aufrecht bleiben. Wir haben uns dazu entschlossen, noch zwei Tonnen Maismehl abfüllen und ausliefern zu lassen. Die Hilfe ist wirklich dringend notwendig. 1,3 Tonnen sind als Spenden bereits bezahlt, die restlichen 0,7 Tonnen finanzieren wir vor - wenn wir helfen wollen, dann jetzt!

1 Sack enthält 5kg Maismehl und ernährt eine 6- bis 9-köpfige Familie für eine Woche und kostet ca. 5€!

Wer uns noch unterstützen möchte, kann auf folgendes Konto spenden:

Christian Achenrainer
IBAN: AT18 4239 0031 0018 9544
BIC: VBOEATWWINN
Verwendungszweck: Maismehl für Uganda

Wir danken für alle Spenden, die bereits eingelangt sind und auch für jene, die noch einlangen werden!

Vergelt's Gott tausendmal!

Transparenz ist uns sehr wichtig und wir haben von Pf. Paul auch eine genaue Abrechnung erhalten. Er hat uns auch Listen mit den Namen der Familien geschickt, die alle von der Regierung in Uganda abgestempelt wurden. Wir haben eine unabhängige außenstehende Person in die Transaktionen auf dem Konto involviert, damit die Gelder auch wirklich dorthin kommen, wo sie hingehören.

Alle die das hier lesen müssen sich bewusst sein, dass sie ungehindert zum Kühlschrank gehen und sich etwas zum Essen zubereiten können. Uns war klar, dass wir unserem Nächsten helfen müssen - auch wenn diese Nächsten in Uganda leben. Not macht keinen Unterschied zwischen Hautfarbe, Alter und Religion. Pf. Paul hat uns um Hilfe gebeten und wir helfen mit eurer Hilfe!


Beten wir, dass sich die Lage auf der ganzen Welt bald entspannen möge und die Menschen wieder ihrer Arbeit nachgehen können und dürfen um sich und ihre Familien wieder selbst zu ernähren!

Dienstag, 5. Mai 2020

Corona Hilfe aus Tirol - Maismehl für Uganda

Seit zehn Jahren sind mein Mann Christian und ich mit Pf. Dr. Paul Mutume aus Uganda befreundet. Wir trafen uns in Kaltenbrunn bei einer Wallfahrt und haben uns sofort verstanden - auch wenn Pf. Paul damals noch kaum ein Wort Deutsch sprach. Mittlerweile hat er in Deutschland sein Doktorat abgeschlossen, spricht hervorragend Deutsch und arbeitet nun an seiner Habilitation an einer Universität in Deutschland, wo er auch in einem Pfarrverband als Pfarrer arbeitet. Wenn es ihm möglich ist, kommt er zu uns auf Urlaub ins schöne Tiroler Oberland und macht Urlaubsvertretung für die Seelsorger im Kaunertal und auf dem Sonnenplateau Serfaus-Fiss-Ladis.

Am Donnerstag, den 30. April 2020 hat er uns angerufen und uns die Lage in seiner Heimatstadt Mbarara (ca. 200.000 Einwohner) geschildert. In Uganda wurden ebenfalls wie bei uns wegen des Coronavirus Ausgangssperren verhängt. Für Menschen, die am Land wohnen ist das noch zu verkraften, weil sie sich durch ihren Garten mehr oder weniger selber versorgen können. Für die Menschen, die in der Stadt wohnen ist das eine ganz andere Situation. Die meisten Menschen, vor allem aus der ärmeren Schicht, sind Tagelöhner und verdienen jeden Tag eben das, was sie für sich und ihre Familien zum Überleben brauchen. Durch die Ausgangssperren können sie sich keine Arbeit suchen und erhalten somit auch keinen Lohn. Das bedeutet, dass sie auch kein Geld haben, um ihre Familien zu ernähren
In all diesen Jahren hat Pf. Paul uns sehr selten um Hilfe für Uganda gebeten. Deswegen wussten wir, dass die Lage jetzt sehr ernst ist.

Die Situation ist wirklich sehr ernst - es geht ums nackte Überleben!

Die Regierung in Uganda hat eine Aktion gestartet, bei der Säcke mit Maismehl an bedürftige Familien ausgeteilt werden. Pf. Paul hat uns von dieser Aktion und seinem Traum erzählt, eine Tonne Maismehl für Familien in Mbarara, seiner Heimatstadt, bereit zu stellen.

Die Maismehlsäcke, die Pf. Paul durch unsere und auch eure Spende für 215 bedürftige Familien in Mbarara bestellt hat, tragen die Aufschrift "Gespendet von Freunden aus Tirol Österreich - Maismehl - Durch Pf. Paul Mutume - nicht zum Verkauf".

Jede Familie bekommt bei dieser Aktion einen Sack mit 5kg Maismehl. Das reicht für eine sechs- bis neunköpfige Familie für eine Woche. Es handelt sich dabei um ein Grundnahrungsmittel, das normalerweise mit Bohnen oder anderen Nahrungsmitteln zusammen gegessen wird. Aber die Familien sind schon froh, wenn sie sich zweimal am Tag auf diese Weise eine warme Mahlzeit zubereiten können - auch wenn sie nicht besonders abwechslungsreich ist.


Wir haben zugesagt, diese Aktion zu unterstützen und Pf. Paul Mutume hat sich sofort darum gekümmert, dass diese Säcke vorbereitet und ausgeliefert werden. Das Maismehl wird vor Ort gekauft und abgefüllt. Somit unterstützen wir auch die Wirtschaft vor Ort. Pf. Paul hat die Kosten für eine Tonne berechnet und uns diese mitgeteilt. Eine Tonne kostet mit Verpackung und Auslieferung ca. 1000€. Wir haben ihm das Geld für diese Tonne zur Verfügung gestellt und die Säcke wurden am 4. und 5. Mai 2020 an 215 bedürftige Familien ausgeteilt.

Pf. Didas Kasapuli (rechts) mit seinem Priesterkollegen Pf. Fidelis Betungura und Irene (links, Schwester von Pf. Paul Mutume) kümmern sich um die Organisation vor Ort. Sie überreichen einer verzweifelten, zweifachen, alleinerziehenden Mutter und Friseurin, die wegen der Corona-Ausgangssperren seit 2 Monaten nicht arbeiten kann, den ersten Sack unserer Hilfsaktion.

Ein Sack mit 5kg Maismehl kostet 5€. Wir haben sofort bei unseren Freunden und Verwandten angefragt, ob auch sie diese Aktion unterstützen wollen und viele haben sofort zugesagt! Dafür möchten wir uns sehr herzlich bedanken!

Wir haben ein Konto eingerichtet, auf das Spenden für diese Aktion eingezahlt werden können:

Christian Achenrainer
IBAN: AT18 4239 0031 0018 9544
BIC: VBOEATWWINN
Verwendungszweck: Maismehl für Uganda

Eine Spende von 5€ ermöglicht das Überleben einer Familie für eine Woche!

Wir danken schon im Voraus für eure Hilfe!
Vergelte es euch Gott!

215 Familien haben bereits für eine Woche Maismehl erhalten. Die Ausgangssperren werden aber noch länger anhalten und es gibt viel mehr Familien, die unsere Hilfe benötigen. 

Jeder Euro, der gespendet wird, kommt direkt und ohne Umwege den Familien in Mbarara zu Gute!

Die Familien in Mbarara/Uganda brauchen unsere Hilfe - nicht, weil sie nicht arbeiten wollen, sondern weil sie nicht arbeiten dürfen - sie sind völlig unverschuldet in diese Not geraten!

In Uganda gibt es die Tradition, dass für Wohltäter gebetet wird. Jeder Spender kann sich somit der Gebete der Familien in Uganda sicher sein.

Organisiert hat Pf. Paul Mutume die Aktion mit seinem Priesterfreund Pf. Didas Kasapuli von der Pfarre "Uganda Martyrs" in Mbarara. Er hat sich in einem Video für die Spende bedankt und den Segen allen erteilt, die sich an der Aktion beteiligen.



Uganda ist neben der Türkei und Pakistan das Land, das weltweit die meisten Flüchtlinge aufgenommen hat. In der Stadt Mbarara sind 60% der Einwohner katholisch, 30% sind evangelisch/anglikanisch und ca. 7% sind Muslime.

Für Fragen zu dieser Aktion stehen wir gerne zur Verfügung - wer uns kennt, kann sich direkt bei uns melden. Ansonsten die Frage hier in den Kommentaren hinterlassen! Danke!

Donnerstag, 5. März 2020

Das Gleichnis vom Schnitzel

Der Unterschied zwischen Wortgottesdienst und Eucharistiefeier 

 

Immer wieder taucht in Gesprächen die Meinung auf, dass es ja keinen Unterschied mache, ob man nun einen Wortgottesdienst oder eine Heilige Messe feiert. Außerdem gibt es Menschen, die in der Pastoral tätig sind und den Unterschied zwischen Wortgottesdienst und Eucharistiefeier tendenziell nivellieren. Um den Unterschied deutlich zu machen soll folgendes Gleichnis helfen.

Das Gleichnis vom Schnitzel


In einem Restaurant gibt es einen Koch. Dieser Koch macht die besten Schnitzel auf der ganzen Welt. Viele haben schon versucht, seine Schnitzel nachzumachen, aber es ist keinem gelungen.

Eines Tages wird der Koch krank und er kann nicht kommen. Viele Menschen sitzen schon im Restaurant und warten auf ihre Schnitzel. Doch leider kann das Team in der Küche diese nicht machen, wenn der Chefkoch nicht da ist.
Da hat jemand eine Idee und sagt: "Wir können Kartoffeln kochen, das können wir. Zum Schnitzel gibt es ja auch immer Kartoffeln. Ob das Schnitzel jetzt da auch auf dem Teller liegt oder nicht, spielt ja keine Rolle!" Viele in der Küche sind begeistert - jetzt kommen endlich einmal ihre Kartoffeln zur Geltung, besser gesagt, ihre Kochkunst wird endlich auch einmal geschätzt.

Das Team in der Küche macht sich einfrig ans Werk und serviert den wartenden Gästen die Kartoffeln. Sie werden reich dekoriert mit allen möglichen Dingen und sie sind sehr stolz auf das, was sie den Gästen servieren.

Die Menschen im Restaurant sind verwundert - sie haben doch ein Schnitzel bestellt, oder nicht? Wo ist es geblieben? Manche der Gäste beschweren sich und möchten die Kartoffeln zurückgehen lassen.

Das Team in der Küche ist verletzt. Die Leute scheinen ihre Kartoffeln nicht zu schätzen. So beschließt das Team, den Gästen folgendes zu erklären: "Wir haben sehr viele gute Köche in der Küche, die sich sehr darum bemüht haben, euch ein schmackhaftes Gericht zuzubereiten. Das Gericht wird euch sättigen, genauso wie das Schnitzel, das ihr euch erwartet. Seid nicht so undankbar und genießt das, was wir euch geben."

Einige Gäste verlassen das Restaurant, andere wiederum essen die Kartoffeln und sehnen sich doch nach dem Schnitzel und wieder andere sind froh, endlich kein Schnitzel mehr essen zu müssen.

Der Koch bleibt noch einige Zeit im Krankenstand und kann nicht kommen. Einige Gäste kommen trotzdem, weil sie auch die Kartoffeln genießen, aber es kommen nicht mehr so viele wie früher.

Da überlegt sich das Küchenteam: "Wir machen aus den Kartoffeln einen Brei und verarbeiten ihn so, dass er am Ende wie ein Schnitzel aussieht." Gesagt, getan. Es werden Bilder gemacht und Plakate aufgehängt - "Es gibt wieder Schnitzel!"

Es kommen wieder mehr Gäste, die sich auf das Schnitzel freuen, sind dann aber enttäuscht, als es nicht so schmeckt wie erwartet. Sie fragen nach und bekommen zur Antwort: "Das sind unsere Schnitzel, sie sind gleichwertig zu den anderen Schnitzeln."

Ein Gast meint dazu aber: "Das sind doch Kartoffeln, die wie ein Schnitzel aussehen, rein von der Zusammensetzung der Nährwerte ist das ganz etwas anderes, auch wenn es gleich aussieht!"

Da gerät das Küchenteam in Aufregung und sie antworten aufgebracht: "Das ist eine Beleidung. Wo bliebt hier die Wertschätzung für unsere Mühen? Es ist eine Diskriminierung unseres Schnitzels, wenn es nicht mit dem Schnitzel unseres Koches gleichgesetzt wird."


Gedanken zur Auslegung


Natürlicherweise kann man die Eucharistie nicht mit einem Schnitzel vergleichen. Das will dieses Beispiel auch gar nicht. Es möchte vielmehr die Logik hinter der Argumentation sichtbar machen, die Wortgottesdienste, die von Laien geleitet werden können, mit der Eucharistie gleichsetzen will. Die Geschichte möchte zeigen, dass die Kartoffeln auch zum Schnitzel gehören, als sättigende Beilage. Sie können das Schnitzel aber nicht ersetzten. Die Zusammensetzung der Nährstoffe ist schon ein ganz anderer und der Körper kann ein Schnitzel ganz anders verwerten als eine Kartoffel alleine. Am meisten kann jedoch der Körper aus beiden holen, wenn sie zusammen konsumiert werden.

So ist es auch mit der Eucharistie und dem Wortgottesdienst. Der Wortgottesdienst ist wesentlicher Teil der Eucharistiefeier und wäre ohne diesem nicht vollständig. Außerdem wird der Gläubige am reichsten beschenkt, wenn er das Wort Gottes hört und die Eucharistie feiert.

Eine Kartoffel kann das Schnitzel nicht ersetzen. Es ist einfach nicht möglich. Es kann aber zur Sättigung beitragen und in Notzeiten, wenn kein Schnitzel verfügbar ist, den Menschen ernähren. Wenn das Schnitzel wieder verfügbar ist, wird man das Schnitzel wieder auf den Speiseplan setzen - nicht nur des Genusses wegen, sondern auch wegen der notwendigen Nährstoffe für den Körper.

So ist es auch mit dem Wortgottesdienst. Der Wortgottesdienst wird die Gläubigen auch in Notzeiten ernähren und auf seine Weise sättigen. Die Eucharistie hat aber immer den Vorrang. Das Mysterium, das mit dem Wort Gottes verkündet wird, wird in der Eucharistie vollzogen. So kann ein Wortgottesdienst die Eucharistie gar nicht ersetzen.

Wenn dann mit Gleichberechtigung und Wertschätzung argumentiert wird, geht das völlig an der Realität vorbei. Es geht nicht darum, ob nun ein Schnitzel oder eine Kartoffel "besser" ist, sondern darum, den Menschen optimal zu ernähren. Wenn ein Schnitzel, das vor allem aus Eiweiß besteht (was der Mensch nicht selber produzieren kann), verfügbar ist, soll man es Essen, damit der Körper optimal versorgt ist, die Zellen sich erneuern können und Wachstum passieren kann. Eine Kartoffel besteht vor allem aus Kohlenhydraten, die vor allem sättigen und Energie liefern. Ein bisschen Eiweiß ist auch da vorhanden, aber nicht in dem Ausmaß und in der Vielfalt wie beim Schnitzel. Rein wissenschaftlich gesehen gibt es da einfach Unterschiede, die man nicht leugnen kann. Trotzdem braucht der Mensch neben Eiweiß auch Kohlenhydrate, sonst kann der Körper auch nicht optimal funktionieren.

Was falsch wäre: Die Kartoffel zu verschmähen, wenn das Schnitzel verfügbar ist und lieber nichts zu essen, wenn es kein Schnitzel gibt.

Was wäre die einzig richtige Reaktion auf den Mangel des Schnitzels? Mit der Kartoffel zufrieden sein, bis es wieder ein Schnitzel gibt.

Falsch hingegen und somit auch eine Lüge wäre es, die Kartoffel für ein Schnitzel auszugeben und sich dann zu wundern, wenn kein Wachstum und keine Zellerneuerung im Körper geschieht und sich der Mensch nicht optimal entwicklen kann.

Wenn es Zeiten gibt, in denen keine Eucharistie gefeiert werden kann, sollte man durchaus Wortgottesdienste feiern, im Bewusstsein, dass es vor allem um das Hören des Wortes geht und die Sehnsucht nach der Eucharistie wachgehalten wird.

Sonntag, 20. Januar 2019

Die Hochzeit von Kana

Das erste Wunder wirkte Jesus auf die Fürsprache seiner aufmerksamen Mutter. Beide waren sie auf einer Hochzeit eingeladen, auf welcher der Wein ausging. So beginnt das "normale" liturgische Jahr mit dem Evangelium von einem Fest, das durch Weinmangel zu enden droht. Am Anfang steht das drohende Ende.

Doch das Brautpaar hatte einen entscheidenden Vorteil: Jesus und Maria waren auf ihrer Hochzeit und Maria bemerkte den Mangel. Ihr hervorragender Rat: "Was er euch sagt, das tut!" (Joh 2,5)

Was Jesus von den Dienern verlangt ist ziemlich einfach: "Füllt die Krüge mit Wasser!" (Joh 2,7) Wie erleichternd ist es doch zu wissen, dass Jesus von uns nur einfaches verlangt und er dann das Wunder tut.

Da ich in meinem Projekt, meinen Haushalt zu vereinfachen, einen Blick in das Sonntags-Evangelium werfe und mich davon inspirieren lasse, beruhigt mich die heutige Botschaft sehr. Es sollte mir darum gehen, die einfachen Dinge jeden Tag zu tun. Die Wunder wird Jesus wirken. Sehr beruhigend. Aber die einfachen Dinge müssen getan werden.

Dieser kostete das Wasser, das zu Wein geworden war. Er wusste nicht, woher der Wein kam; die Diener aber, die das Wasser geschöpft hatten, wussten es. Da ließ er den Bräutigam rufen und sagte zu ihm: Jeder setzt zuerst den guten Wein vor und erst, wenn die Gäste zu viel getrunken haben, den weniger guten. Du jedoch hast den guten Wein bis jetzt aufbewahrt.
(Joh 2,9-10)

Heute bin ich ja schon einen Tag über dem errechneten Geburtstermin und viel nehme ich mir für diese Woche nicht mehr vor. In der Schwangerschaft habe ich auf Alkohol verzichtet und deswegen habe ich auch aktuell nicht wirklich eine Übersicht darüber, was ich alles im Haus habe. Deswegen werde ich einen Blick auf den "Wein" in meinem Haus werfen und nehme dabei alle alkoholischen Getränke in den Blick.

Oftmals hat man ja irgendwo eine Likörflasche stehen, die einem geschenkt wurde und geschmacklich nicht so ganz die eigene Vorliebe trifft und ob man es glauben mag oder nicht: gerade Liköre werden nicht immer mit der Zeit besser.

Update:
Ich habe in unserem Esszimmer einen Kasten, der alle meine schönen Gläser beinhaltet. Darin hatte ich auch einige Flaschen Likör und Schnaps beherbergt. Im Keller hatte ich auch noch ein kleines Depot an verschiedenen Likören und Schnäpsen. Da wir keine großen Weintrinker sind, hält sich die Zahl der Weinflaschen in Grenzen.

Ich habe mir die Mühe gemacht, den Kasten neben den Gläsern frei zu machen und diesen Ort als alleinigen Platz einzurichten, an dem wir unsere Spirituosen aufbewahren. So wird es uns leichter, den Überblick zu bewahren und die richtige Flasche für den richtigen Anlass zu wählen.
 

Sonntag, 13. Januar 2019

Taufe des Herrn

Das Fest "Taufe des Herrn" bietet eine gute Gelegenheit, sich an die eigene Taufe zu erinnern. Einige Ideen, die sich auch im Laufe der kommenden Woche umsetzen lassen, habe ich hier zusammengetragen. 

Das heutige Evangelium ist recht kurz und doch lässt sich eine Inspiration für den Haushalt darin finden.


Es kommt aber einer, der stärker ist als ich, und ich bin es nicht wert, ihm die Riemen der Sandalen zu lösen.
Lk 3,16

In der "alten" Einheitsübersetzung steht noch das Wort "Schuhe". Wieso also nicht das Thema Schuhe in meinem Haus beleuchten? Ich weiß, keine sehr elegante oder einfallsreiche Brücke, die ich hier zwischen Evangelium und Haushalt ziehe, aber es ist eine.

An dieser Stelle muss ich gleich dazu sagen, dass ich keine wahnsinnig große Liebe zu Schuhen habe. Ich versuche meine Schuhe so auszuwählen, dass sie Qualität haben und somit auch länger halten. Ich bin kein großer Fan davon, ständig irgendwelche billigen Schuhe zu kaufen, nur weil sie super aussehen. Meine Schuhe müssen funktional sein und zu fast jedem Outfit passen.

Mein Mann hat auch seine Marke gefunden, der er treu bleibt. Auch bei ihm steht Funktionalität im Vordergrund. Seine Schuhe passen ebenfalls zu jedem seiner Outfits.

Bei unserer Tochter haben wir das Glück, dass wir viele Schuhe gebraucht erhalten haben. Es hat bisher nur wenige paar Schuhe gegeben, die wir ihr neu gekauft haben und normalerweise hat es sich dabei um Schuhe gehandelt, die wir wirklich für sie gebraucht haben, weil sie bei den Secondhand-Sachen nicht dabei waren. Bei den Schuhen unserer Tochter wird nur das entsorgt, was wirklich kaputt geworden ist und nicht mehr zu tragen ist. Alle anderen Schuhe werden wir für die Zukunft noch behalten.

Update:

Ich werde euch jetzt nicht mit langweiligen Bildern von meinen getragenen Schuhen langweilen, aber ein kurzer Bericht soll es werden.

Meine Schuhe habe ich durchgesehen und festgestellt, dass bei einem Paar die Schnürsenkel fehlen. Also habe ich welche besorgt und die Schuhe wieder tragbar gemacht.

Mein Mann benötigte dringend neue Hausschuhe. Auch diese wurden organisiert und generell ein neues Paar Schuhe seiner Lieblingsmarke bestellt.

Bei den Schuhen unserer Tochter habe ich die sommerlichen Schuhe aus der Garderobe weggeräumt, damit nur die tragbaren Schuhe für den Winter griffbereit sind.

Alles ziemlich einfach diese Woche, aber es muss ja nicht immer die gesamte Welt in jeder Woche bewegt werden, oder?

Sonntag, 6. Januar 2019

Erscheinung des Herrn

Heute feiern wir das Fest "Erscheinung des Herrn". Kaum zu glauben, dass sich die Weihnachtszeit schon wieder dem Ende zuneigt. Gleichzeitig ist dieser Sonntag auch der erste im neuen Jahr 2019.

Ich möchte dieses Jahr dazu nutzen, die Heilige Schrift mehr in mein alltägliches Leben einzubinden. Da eines meiner weiteren Ziele für dieses Jahr die "Vereinfachung" unseres Haushaltes ist, habe ich mir gedacht, warum nicht diese beiden Anliegen miteinander verbinden?

Mein Plan sieht nun folgendermaßen aus:
Der Sonntag ist der erste Tag der Woche, zumindest liturgisch. Deshalb soll mir das jeweilige Sonntagsevangelium einen Anreiz geben, einen Teilaspekt in meinem Haushalt zu beleuchten. Dann habe ich die ganze Woche Zeit, diesen Aspekt zu überdenken und in die Tat umzusetzen.

Für diesen Sonntag bin ich bereits fündig geworden. Die Sterndeuter folgen dem Stern und suchen den neugeborenen König der Juden:

Sie gingen in das Haus und sahen das Kind und Maria, seine Mutter; da fielen sie nieder und huldigten ihm. Dann holten sie ihre Schätze hervor und brachten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe als Gaben dar.
Mt 2,11

Da stelle ich mir doch gleich die Frage, ob man in unserem Haus Jesus und Maria finden kann. Deswegen werde ich diese Woche den Fokus auf meinen Hausaltar legen und alle anderen sakralen Gegenstände.

Update:

Mein Hausaltar befindet sich in unserem Esszimmer, dass gleichzeitig auch jener Raum ist, in dem wir unsere Gäste empfangen. Da wir uns hier sehr oft aufhalten, sammelt sich dort ungewollter Weise immer wieder vieles dort an, was nicht dorthin gehört. Schande über mich, aber das ist die Realität.
Also war es höchste Zeit, hier mal aufzuräumen und alles wieder in Ordnung zu bringen.
 

Zuerst habe ich den gesamten Hausaltar abgeräumt und abgewischt. Dann habe ich mir einen schönen neuen Läufer aus meiner kleinen Sammlung gesucht und nacheinander die Andachtsgegenstände, die alle eine besondere Bedeutung haben, wieder an ihren Platz gestellt. Einiges habe ich auch nicht mehr aufgestellt, weil es sich nicht bewährt hat. So habe ich die große Bibel auf dem Ständer verräumt, weil es unpraktisch war, so darin zu lesen. Auch viele Kerzen haben ihren Weg nicht mehr auf den Altar gefunden. Natürlich auch der Adventkalender unserer Tochter hat seine Dienste erfüllt und fristet nun sein dasein getrennt in Plastik und Karton im Müll.

Hier nun das Endergebnis, in einem anderem Licht (anderer Tag und andere Uhrzeit):


 

Montag, 22. Januar 2018

Erinnerungen an die Taufe in der Familie

Die Taufe ist ein einmaliges Erlebnis. Viele wurden schon als Baby getauft und können sich deshalb auch nicht daran erinnern. Umso wertvoller sind die Erinnerungen der Menschen, die bei der eigenen Taufe anwesend waren. Erinnerungen, die nicht geteilt werden, verblassen mit der Zeit bis sie ganz verschwinden.

Als Mutter ist es mir ein besonderes Anliegen, die Erinnerungen an die Taufe meiner Tochter lebendig zu halten. Noch ist sie zu klein, aber es ist nie zu früh, sich darüber Gedanken zu machen.

Bei meinen Überlegungen spielen 3 Kriterien eine wichtige Rolle:
  1. Einfach: keine langen Listen, was man alles zu Hause haben muss, um die Idee umzusetzen.
  2. Wiederholung: es soll möglich sein, die Idee öfters umzusetzen, damit man sich alles nachhaltiger einprägen kann.
  3. Gemeinsam: die Idee soll die Familie zusammenbringen.
Here we go!

Taufe

Sich über die Bedeutung der Taufe bewusst zu werden sollte ganz zu Beginn stehen. Dann werden auch die Bedeutungen der Taufsymbole deutlicher und man kann auf Fragen der Kinder zur Taufe eingehen. Hier eine kurze Zusammenfassung der Tauftheologie:


Fotos

Ich habe schon Taufen erlebt, wo von allen Seiten fotografiert wurde. Oft wird ein Profi angestellt, die schönsten Momente der Taufe festzuhalten. Im Idealfall gibt es sogar ausgedruckte Fotos oder sogar ein Fotobuch. Unabhängig davon, in welcher Form Fotos von der eigenen Taufe oder der Taufe der Kinder zur Hand sind, können diese gemeinsam angeschaut werden. Ganz einfach Buch oder Album holen, PC oder Laptop einschalten und los gehts! Zu jedem Bild gibt es irgendetwas zu erzählen und jeder oder jede wird zu ein und demselben Bild etwas anderes erzählen. So können die Bilder auch mit den Großeltern und anderen Verwandten oder auch mit der Patin oder dem Paten angeschaut werden, ohne dass es langweilig wird. Vielleicht ergibt es sich auch die schönsten Bilder drucken zu lassen oder ein einfaches Fotobuch zu erstellen. Das können auch der Pate oder die Patin mit dem Kind gemeinsam tun.

Kerze

Zur Taufe wurde auch die Taufkerze angezündet. In vielen Fällen wird sie lediglich bei der Erstkommunion oder bei Taufen anderer Kinder in der Familie entzündet. Oft gibt es auch noch eine etwas dickere Tischkerze. Falls es eine solche gibt, kann diese jedes Jahr am Tag der Taufe entzündet werden. Gibt es eine solche Kerze nicht, kann auch jede andere Kerze zur Erinnerung an die Taufe entzündet werden. Für kreative Eltern oder Paten eventuell auch eine Möglichkeit, mit dem Kind eine Kerze zu basteln. Eventuell gibt es ja auch eine Tischkerze für die Vorbereitung auf die Erstkommunion. Bei der Taufe haben wir das Licht Christi erhalten, das wir in die Welt tragen dürfen.

Kleid

Meine Tochter wurde in dem Kleid getauft, in dem ich und alle meine Geschwister getauft wurden. Als Kind war ich schon von diesem Kleid fasziniert und oft ging ich in den Kleiderkasten meiner Mutter und habe es angeschaut. Auch meiner Tochter werde ich es oft zeigen, denn es wäre viel zu schade, all die Erinnerungen die ich damit verbinde nicht zu teilen.

Kreuz

Wir wurden "Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes" getauft und erinnern uns bei jedem Kreuzzeichen an unsere Taufe. So erinnert uns auch jedes Kreuz das wir sehen daran, dass wir in der Taufe mit Christus gestorben und wieder auferstanden sind. In unserem Zuhause hängen mehrere Kreuze und ich muss sagen, dass ich diese nicht immer bewusst wahrnehme. Aber es freut Jesus sicher, wenn wir unseren Blick wieder einmal schärfen und die Kreuze in unserer Umgebung wieder bewusster wahrnehmen. Jedesmal, wenn wir ein Kreuz sehen können wir Jesus danken, dass er für uns gestorben ist und ihn bitten uns zu helfen, unser Kreuz zu tragen.

Weihwasser

Von der Taufe unserer Tochter haben wir geweihtes Wasser in Flaschen abgefüllt. Dieses Weihwasser verwenden wir bei besonderen Anlässen. Weihwasser haben wir immer zu Hause. Meine Großmutter hat uns immer mit Weihwasser gesegnet, wenn wir ihr Haus wieder verlassen haben. Wenn wir es eilig hatten, hat sie es uns "nachgespritzt". In unserer Familie segnen wir uns immer gegenseitig mit Weihwasser und stellen uns somit unter Gottes Schutz. Wir tun das vor allem am Abend vor dem Schlafen gehen, oft auch am Morgen nach dem Aufstehen und immer, wenn wir eine Kirche betreten. Aber auch besondere Anlässe wie Krankheiten oder Reisen geben Anlass, sich und andere mit dem Weihwasser zu bekreuzigen und unter den Segen Gottes zu stellen. Wer kein kleines Becken zu Hause hat, das an die Wand gehängt wird, kann auch einfach eine kleine Schale an einem geeigneten Ort aufstellen.

Tauftag und Namenstag

Geburtstage und andere Jubiläen schreiben wir gerne in unseren Kalender, damit wir sie nicht vergessen. Warum auch nicht die Tauftage und Namenstage unserer Familien eintragen? Die Taufe ist ja unser Geburtstag in ein neues Leben in Christus. Außerdem hat jeder bei der Taufe einen Namenspatron erhalten. Hinter jedem Namen steht ein Heiliger oder eine Heilige, der oder die den gleichen Namen tragen oder eine Abwandlung davon. Sollte nicht klar feststehen, welcher Heilige oder welche Heilige der oder die Namenpatronin ist, so darf man sich das gerne selbst aussuchen. Einfach den Namen recherchieren und schauen, wer aus der Schar der Heiligen in Frage kommt.

Taufkirche

Normalerweise werden Kinder in der Pfarre getauft, in der sie wohnen. Möglicherweise gab es aber eine Ausnahme, einen Umzug oder ähnliches und die Kirche in der die Taufe stattfand befindet sich wo anders. Unabhängig davon wo sich die Kirche befindet ist es doch interessant, an den Ort des Geschehens wieder einmal zurückzukehren. Oder auch in die eigene Pfarre ganz bewusst zu gehen um sich an die Taufe zu erinnern.

...

Diese Liste von Ideen zur Erinnerung an die Taufe in der Familie ist nicht erschöpfend. In jeder Familie gibt es viele andere Möglichkeiten auf einfache Art und Weise dieses Sakrament in den Alltag aufzunehmen.

Dienstag, 19. Dezember 2017

5 Dinge die ich an Bibel TV liebe

1. Bibel im Fernsehen

Die Heilige Schrift ist nicht nur irgendein Buch, sondern Gottes Wort an uns Menschen. Bibel TV bringt diesen Schatz in vielfältiger Art und Weise medial zum Ausdruck. Den christlichen Glauben ansprechend für alle erfahrbar zu machen ist ihr Ziel. Dabei legt sich Bibel TV ganz bewusst nicht auf eine konkrete Konfession fest. Die biblischen Wahrheiten stehen im Vordergrund.


2. Serien und Filme

Wahlloses Fernsehen frisst wahnsinnig viel Zeit, ohne dass man merkt wie die Zeit vergeht und ohne wirklich einen Nutzen davon zu haben. Deswegen konzetrieren wir uns in der Familie auf gute Serien und Filme. Bibel TV hat auch hier einiges zur Auswahl. Eine unserer Lieblingsserien ist "Ein Engel auf Erden" von Michael Landon aus den 80er Jahren. Jede Folge hat in sich einen Abschluss und eine berührende Geschichte. Aber auch Serien wie "Anne of Green Gables" oder "Die Coal Valley Saga" sind schöne Serien, die das Herz erfreuen. Die ausgestrahlten Filme sind meistens kleine Produktionen aus den USA, die Glaubensthemen spannend in Szene setzen und dabei oft Ereignisse aus dem realen Leben aufgreifen. Eine wirklich ausgezeichnete Alternative zu den ewig gleichen Hollywood-Streifen.


3. Live-Stream und Mediathek

Das Bibel TV-Team hat nicht nur sehr viel Arbeit in die professionelle Aufmachung des Senders, des Programmheftes und der App investiert, sondern bietet die Inhalte via Website oder App als Live-Stream oder in der Mediathek an. Je nach Lizenzvereinbarung werden die Inhalte zeitlich begrenzt oder immer zur Verfügung gestellt. So können Filme und Serien zur persönlich besten Zeit konsumiert werden. Zusätzlich zum TV-Programm bietet Bibel TV auch zwei weitere Livestream-Kanäle via App und Website an: Impuls. Der Bibel TV Predigt-Kanal und Musik. Der Bibel TV Musik-Kanal.


4. Bibel TV Kids

Bibel TV hat auch eine App für Kinder entwickelt. Diese kann kostenlos heruntergeladen werden und bietet kindgerechte Videos an. Eltern können dabei das Alterslimit selbst einstellen, um die Inhalte der Videos entsprechend zu filtern und mit einem Code zu schützen. Wenn man bedenkt, wie schnell man auf anderen Video-Kanälen und Apps in Bereiche gerät, die nicht für Kinder geeignet sind, ist diese App wirklich eine sehr gute Alternative. Vor allem wenn man mit Kindern unterwegs ist und eine kurze Ablenkung braucht.


5. Katholische Heilige Messe

Bibel TV überträgt Montag bis Freitag um 8 Uhr die Heilige Messe aus dem Kölner Dom. Einmal hat sich ein Zuschauer bei Matthias Brender, dem Geschäftsführer von Bibel TV, beschwert, dass auf Bibel TV katholische Inhalte gesendet werden. Die Antwort von Matthias Brender die er in der Sendung "Ihre Fragen" gegeben hat, war einfach super. Die Sendung ist leider nicht mehr verfügbar, sonst hätte ich hier einen Link geteilt, aber ich versuche in meinen Worten die Antwort kurz zu schildern. Matthias Brender hat erklärt, dass es nicht um die einzelnen Konfessionen geht, sondern um den christlichen Glauben. Bibel TV wäre auch nicht daran interessiert, einzelne Sendungen aufgrund einer bestimmten Glaubensrichtung aus dem Programm zu nehmen oder gar nicht erst aufzunehmen. Sie überlassen die Wahl dem Zuschauer. Wer also die Heilige Messe nicht anschauen möchte, muss es ja auch nicht tun. Matthias Brender hat das mit einer Liebe und Wertschätzung für die unterschiedlichen Konfessionen erklärt, wie ich sie selten erlebt habe.

Samstag, 16. Dezember 2017

Familienziele für das Jahr 2018

Irgendwie habe ich immer noch das Gefühl, das Jahr hat erst angefangen und jetzt ist es wirklich schon bald zu Ende. Damit bin ich wahrscheinlich nicht alleine. Deswegen habe ich mir immer wieder die Frage gestellt, wie ich das Jahr intensiver auskosten und erleben kann. Oft passiert es mir, dass einfach eine Woche nach der anderen vergeht und im Nachhinein bedaure ich dann, was ich alles nicht gemacht habe. Da es aber nichts nützt, darüber zu jammern, will ich mich jetzt in diesem Jahr noch darum kümmern, mir zu überlegen, was ich im kommenden Jahr wirklich erreichen, feiern und nicht übersehen möchte. Einige Anregungen, wie das gelingen kann, habe ich im Internet in Blogposts gefunden:

Claire und Mike von FINDING PHILOTHEA setzen sich für jeden Monat einige family goals um die für sie wichtigen Dinge im Auge zu behalten.

Mariette von The Natural Catholic Mom hat auf ihrem Blog ihre family’s hopes and dreams for 2018
zusammengetragen.

Das hat mich dazu motiviert mit meinem Mann über unsere Familienziele für das Jahr 2018 nachzudenken. Bisher haben wir uns darüber keine weiteren Gedanken gemacht. Meine Erfahrung hat mir aber gezeigt, dass Ziele, die irgendwo festgehalten sind, eher verfolgt und die nötigen Schritte dazu gesetzt werden.

Aber wieso wollen wir uns für das neue Jahr Ziele sezten und keine Vorsätze bilden?
Ein Vorsatz ist kein Ziel sondern eher ein Wunschziel, das in den meisten Fällen unrealistisch oder nur unter schwierigen Voraussetzungen zu erreichen ist.
"Im kommenden Jahr werde ich abnehmen!" ist ein Vorsatz.
"Im kommenden Jahr werde ich lernen, mich gesund zu ernähren!" ist ein Ziel.

Uns war somit klar, dass unsere Ziele drei Kriterien erfüllen müssen:
  1. Sie sollen glaubensstärkend sein.
  2. Sie sollen einfach sein.
  3. Sie sollen realistisch sein.
Also, genug von der Theorie, hier sind unsere

 

Familienziele für das Jahr 2018

 

Täglicher Rosenkranz als Familie beten

Die Muttergottes wünscht sich, dass wir täglich den Rosenkranz beten und wir sind auch sehr bemüht, dies auch wirklich zu tun. Meinem Mann gelingt das besser als mir. Ihm ist es aber ein großes Anliegen, dass wir zusammen als Familie beten. Damit trifft er auch ein Anliegen, das mir sehr am Herzen liegt. So war uns klar, dass diese Ziel ganz oben auf unserer täglichen Prioritätenliste stehen muss. Wir sind uns sicher, dass der tägliche Rosenkranz uns jeden Tag immer tiefer in die Geheimnisse des Lebens Jesu und Mariens führen und uns im Glauben und als Familie stärken wird. Zudem sind wir davon überzeugt, dass wir den täglichen Rosenkranz wirklich in unseren Alltag einbauen können, auch wenn nicht jeder Tag nach dem gleichen Schema abläuft. So werden wir den Rosenkranz an einem Tag unterwegs im Auto, nachmittags auf der Couch oder abends bei Kerzenschein gemeinsam beten. Außerdem ist der Rosenkranz ein wirklich einfaches Gebet, das trotzdem in die Tiefe geht. Dieses Familienziel erfüllt alle unsere Kriterien.

Tauftage und Namenstage als Familie feiern

An meinem Tauftag erinnere ich mich meistens erst ein paar Tage später, den meines Mannes weiß ich gar nicht auswendig. Bei der Taufe unserer Tochter wurde mir aber wieder neu bewusst, dass dies der Tag unserer Wiedergeburt im Heiligen Geist ist und somit eigentlich der wichtigere Geburtstag, den es zu feiern gilt. An diesen Tagen werden wir die jeweilige Taufkerze entzünden und ein Taufgedächtnis feiern.
Die Namenstage haben wir bisher noch nicht sehr intensiv gefeiert. Meistens haben wir am entsprechenden Tag daran gedacht oder uns wurde zum Namenstag gratuliert. Der Gedanke daran, dass wir im Himmel Heilige haben die uns Fürsprecher sind, erfreut mein Herz und deswegen möchten wir unsere Patrone an ihrem Gedenktag besonders ehren. Wie wir die einzelnen Tage konkret feiern werden, wissen wir jetzt noch nicht genau. Aber wir werden uns an diesen Tagen mit den Lebensgeschichten der Heiligen befassen und ein Element daraus im Alltag erlebbar machen.

Monatliche Ziele als Familie setzen

Neben diesen beiden großen Zielen wollen wir für jeden Monat kleinere Familienziele setzen. Ein Monat ist ein relativ überschaubarer Zeitraum, der sich gut dafür eignet, das Familienleben zu planen und spezielle Feste, Feiern und Anlässe in den Alltag hinein zu nehmen um Erinnerungen zu bilden. Da es auch viele Anlässe und Einladungen gibt, die sich erst im Laufe des Jahres ergeben, lässt uns dieses Familienziel die bewusste Einplanung von einmaligen Ereignissen nicht vergessen.
Außerdem können wir uns von Monat zu Monat neu entscheiden, welche und wieviele Ziele wir als Familie setzen möchten.


Was sind eure Ziele für das Jahr 2018?

Donnerstag, 2. März 2017

5 Dinge die ich an Radio Maria liebe

1. Nähe zu den Menschen am anderen Ende

Radio Maria ist ein interaktiver Sender, in dem viele Beiträge und vor allem das Gebet davon leben, dass Menschen zum Telefon greifen und einfach anrufen. Ich muss gestehen, dass ich das selbst viel zu selten mache, aber aus Erfahrung weiß ich, dass es schön ist, seine eigenen Erfahrungen und Gedanken mit anderen Hörern und Hörerinnen von Radio Maria zu teilen.
Man fühlt sich als Hörer oder Hörerin von Radio Maria nicht als Konsument eines Radiosenders, sondern als Mitglied einer echten Hörerfamilie.


2. Keine Werbung

Anders als bei vielen weltlichen Sendern wird bei Radio Maria keine Werbung ausgestrahlt. Die einzige Werbung die es gibt ist die Programmansage des Senders und die wird tagesaktuell von einem Mitarbeiter oder einer Mitarbeiterin von Radio Maria vorgelesen. Wei wohltuend ist heutzutage ein Medium, das nicht durch Werbung zugemüllt wird. Radio Maria vertraut hier ganz auf die Vorsehung und ist auf die Spenden der Hörer und Hörerinnen angewiesen.


3. Live-Übertragungen

Es gibt viele katholische Veranstaltungen in Österreich, an denen mir die Teilnahme aus organisatorischen oder alterstechnischen Gründen nicht möglich ist. Radio Maria ist bei einigen Veranstaltungen dabei und überträgt die Vorträge und Gottesdienste live. So hat man fast das Gefühl, mitten drin zu sein.


4. Mitarbeit

Radio Maria lebt auch durch die zahlreichen freiwilligen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die viele Übertragungen und Sendungen erst möglich machen. Dabei gefällt mir, dass die Mitarbeit wirklich jedem möglich ist, der sich dafür interessiert.


5. Livestream und Radiothek

Radio Maria ist nicht in allen Regionen Österreich einfach über das Radio empfangbar, deswegen schätze ich die Möglichkeit des Livestreams. Außerdem gibt es die Möglichkeit die verschiedenen Sendereihen über die Radiothek einfach nach zu hören.

Mittwoch, 15. Februar 2017

5 Dinge die ich an EWTN liebe

1. Gesungener Barmherzigkeitsrosenkranz

Ich kenne den Barmherzigkeitsrosenkranz schon lange und bete ihn auch gern. Aber diese gesungene Version in englischer Sprache hat mich vom ersten Moment an gefesselt und ist mein absoluter Favorit.
Täglich um 15:00 Uhr (sonntags um 15:30) und auch um 00:30 sendet EWTN den gesungenen Barmherzigkeitsrosenkranz.

2. Mutter Angelica

Wenn es jemand auf den Punkt bringt, dann diese Frau. Mutter Angelica ist eine der bemerkenswertesten Frauen die es gibt. 
Sonntag um 23:00 Uhr (Wiederholungen am Montag um 5:00, Mittwoch 19:00, Donnerstag 1:00, Freitag 3:00) werden die Sendungen, in denen sie über den Glauben spricht und Fragen der Anrufer beantwortet, ausgestrahlt.

3. Keine Werbung

EWTN verzichtet auf das Ausstrahlen von Werbung und sendet als Unterbrechung zwischen den Sendungen kurze Gebete, Zitate aus der Heiligen Schrift oder Impulse zur Glaubensvertiefung.
Die einzige Werbung, die EWTN betreibt, ist die Werbung für den Glauben!

4. 100% katholisch

Bei diesem Sender kann man sich darauf verlassen, dass alles, was dort gesendet wird, auch wirklich katholisch ist.

5. Wiederholungen

EWTN wiederholt seine Sendungen an verschiedenen Tagen zu verschiedenen Zeiten und pflegt insgesamt eine gleichbleibende Struktur.
Das ist auch der Grund dafür, warum es nur zwei mal im Jahr ein neues Programmheft gibt.
Somit ist EWTN ein Sender, der einen nicht dazu verleitet, kontinuierlich vor dem TV-Gerät zu sitzen, in der Angst, irgendeine Sendung zu verpassen.
Außerdem betreibt EWTN auch einen Youtube-Channel, auf dem es auch immer wieder interessante Videos zu finden gibt.


Da ich weiß, dass diesen Sender nicht alle über das TV-Gerät empfangen können, möchte ich hier auf die Möglichkeit des Livestreams verweisen.
Ein Klick auf das EWTN-Bild in meiner Sidebar führt euch direkt auf die Homepage von EWTN. Auf diese Weise möchte ich die Arbeit von EWTN unterstützen.

Mittwoch, 25. Januar 2017

Mesnerin aus Leidenschaft

Seit einiger Zeit bin ich jetzt schon als Mesnerin aktiv und liebe diese Tätigkeit, die ich mit meinem Mann gemeinsam ausübe. Wir sind alleine für die Mesnerei verantwortlich, wobei wir ab und zu auch Hilfe von anderen bekommen, vor allem dann, wenn wir nicht da sein können oder eine andere Verpflichtung ruft. Die Sonntage und Feiertage an denen wir nicht da sind kann man aber an einer Hand abzählen.
Für uns ist es selbstverständlich, jeden Sonntag in der Kirche zu sein. Für viele ist das heute nicht mehr so. Für einige ist es aber auch nicht möglich jeden Sonntag einen Mesnerdienst zu übernehmen. Deswegen gibt es in vielen Gemeinden Teams, die sich abwechseln.

Erst kürzlich habe ich mich gefragt, wie ein Mesner zu seinem Know-How kommt. Im besten Fall gibt es einen alten Mesner oder eine alte Mesnerin, die in einem fließenden Übergang die neuen Mesner einschult und belehrt.
Im schlimmsten Fall stirbt der alte Mesner oder die alte Mesnerin ohne dieses Wissen weitergegeben zu haben. Was bleibt in diesem Fall übrig? Eine Mesnerschulung ist dann naheliegend.

In Österreich gibt es eine Mesnergemeinschaft, die solche Schulungen anbietet. Mein Mann hat vor einigen Jahren so einen Kurs besucht und viel davon profitiert. Prinzipiell kann ich jedem und jeder so einen Kurs nur empfehlen.

Trotzdem habe ich mich gefragt, wie viele Personen, die in den Teams ein paar mal im Jahr ihren Dienst verrichten, sich neben ihrem eigentlichen Beruf ein paar Wochentage Urlaub nehmen und so einen Kurs besuchen?

Ich bin davon überzeugt, dass der Dienst der Mesnerei viel Verantwortung mit sich bringt und nicht alles daran selbstverständlich ist.

Deswegen möchte ich meinen Blog dazu nutzen, mein eigenes Mesnerwissen mit allen, die daran interessiert sind, zu teilen.

Ich habe zwar noch keine Ahnung, womit ich beginne,
aber vielleicht gibt es von meinen Lesern eine dringende Frage?



Samstag, 24. Dezember 2016

O Emmanuel - Immanuel

Immanuel 
du unser König und Richter 
Sehnsucht der Völker und ihr Erlöser 
Komm und rette uns 
Herr, unser Gott!
  
Diese letzte Antiphon wird am 23. Dezember gebetet. Rückblickend ergeben die Anfangsbuchstaben der O-Antiphonen rückwärts gelesen die beiden Worte

ERO CRAS!

Das kann mit "Morgen werde ich da sein" übersetzen.
Heute ist es endlich soweit! In dieser Nacht gedenken wir der Geburt Jesu!
Wir können zwar nicht in Betlehem dabei sein, aber Jesus kann auch in unserem Herzen geboren werden! Habt ihr eure Krippe fertig?


 
Ich wünsche euch allen ein mit Freuden und Frieden erfülltes Fest der Geburt unseres Herrn und Erlösers!


Mittwoch, 21. Dezember 2016

O rex gentium - Du König der Völker

Du König der Völker 
Sehnsucht aller Menschen 
Eckstein, der das Getrennte zusammenführt 
Komm und rette den Menschen 
den du aus Lehm geschaffen hast.


Der heilige Josef hat den König der Völker und dessen Mutter Maria bei sich aufgenommen und beschützt. Jesus ist nicht in einem Palast geboren, sondern in einer einfachen Krippe, die mit der liebevollen Sorge seines Nährvaters Josef erfüllt war. Der Tiroler Landespatron steht in den Krippen vieler Familien und ist uns ein leises Vorbild. Auch unser Weihnachten soll von liebevoller Sorge geprägt sein, weniger von glänzendem Perfektionismus.

O oriens - Du Aufgang

Du Aufgang 
Glanz des ewigen Lichts 
und Sonne der Gerechtigkeit 
Komm und bring denen Licht 
die in Finsternis sitzen und im Schatten des Todes.


Über den Wert der Sonne können vor allem jene reden, die sie schon lange nicht mehr gesehen haben. Im Schatten und in der Finsternis befindet man sich auch, wenn man der Sonne den Rücken kehrt. Oft reicht es, einfach umzukehren, um die Sonne wieder zu sehen.
 

O clavis David - Du Schlüssel Davids

Du Schlüssel Davids 
und Zepter des Hauses Israel.
 Du öffnest und niemand schließt
du schließt und niemand öffnet
Komm und befreie die Gefangenen
die im Kerker sitzen 
in Finsternis und im Schatten des Todes.


Christus hat den Universalschlüssel für alles. Er befreit uns aus unserem Gefägnis, in das wir uns selbst eingesperrt haben und nicht mehr heraus kommen. 

(Gestern hatte ich nicht die Zeit, die O-Antiphon zu posten, deswegen kommt sie erst heute.)

Montag, 19. Dezember 2016

O radix Jesse - Du Spross aus Isais Wurzel

Du Spross aus Isais Wurzel 
und Bannerzeichen der Völker 
Könige verstummen vor dir 
zu dir flehen die Völker. 
Zögere nicht länger 
komm und befreie uns!


Beim letzten großen Spaziergang ist mir aufgefallen, dass es das Kreuz von Natur aus nicht gibt. Die beiden Balken, die das Kreuz bilden, sind vom Menschen gemacht und stehen für die Grausamkeit, die der Mensch sich selbst antun kann.
Der Spross aus Davids Stamm wurde an das Holz des Kreuzes geschlagen.
Durch Jesus Christus, ist uns das Kreuz zum Zeichen des Heiles geworden! 

Sonntag, 18. Dezember 2016

O Adonai - Du starker Gott

Adonai du starker Gott
Führer des Hauses Israel
Du bist dem Mose im Feuer des Dornbusches erschienen 
und hast ihm auf dem Sinai das Gesetz gegeben.
Komm, rette uns mit hocherhobenem Arm!
 
 
Gott hat uns wirklich mit erhobenem Arm gerettet, aber ganz anders, als wir uns das im ersten Moment vorstellen.